H2eau ist das künstlerische Alter Ego von Konrad Zimmermann, einem interdisziplinären Künstler und Musiker aus Düsseldorf.
Konrad Zimmermann – bewegt sich im Spannungsfeld von Kunst, Klang und Ökologie. Sein Name, ein Wortspiel aus H₂O und eau, verweist auf sein zentrales Thema: Wasser als Ursprung, Resonanzraum und verbindendes Element allen Lebens.
In seinen bildnerischen Arbeiten untersucht H2eau die Wahrnehmung von Landschaft, Material und Bewegung. Holzstrukturen, Sand, Stoffe und Bildfragmente aus Reiseprospekten verschmelzen zu reliefartigen Kompositionen, die zwischen organischem Wuchs und Wellenbewegung oszillieren. Serien wie „Aldi Oceans“ thematisieren dabei kritisch die Kommerzialisierung von Naturbildern und die Fragilität ökologischer Systeme.
Als Musiker und Klangforscher arbeitet H2eau mit Hydrophonen – speziellen Unterwassermikrofonen –, um Klangräume, Klangeigenschaften von Bewegungen und Materialien unter der Wasseroberfläche hörbar zu machen. Er sammelt und kreiert Aufnahmen von natürlichen Strömungen, Blasenbildungen, akustischen Reflexionen, aber auch von menschlich erzeugtem Unterwasserlärm. Diese Tonwelten werden zu Material für seine Soundscapes, Kompositionen und Installationen, in denen sich Naturklänge und elektronische Texturen begegnen.
In seiner Arbeit verschmelzen Kunst und Wissenschaft, Ästhetik und Umweltbewusstsein: H2eau erforscht, wie Klang, Bewegung und Wahrnehmung miteinander verwoben sind – und wie das Wasser als Medium die Stimme einer Welt trägt, die wir oft überhören.
Wasser ist in seiner Kunst kein Motiv, sondern ein Bewusstseinsraum – ein Klangkörper, in dem Leben, Zeit und Erinnerung gleichzeitig fließen.
Konrad Zimmermann – Geboren am 18.12.1958 in Bocholt,
seit 1987 in Düsseldorf am schönen Rhein zuhause
Künstler, Sounddesigner, Komponist, Keramiker, Designer, Schmücker (gelernter Dekorateur). Seit 1978 als „Künstler“ aktiv. Bocholt, Münster (FOS 12 für Gestaltung und Innenarchitektur), München, Düsseldorf sind Stationen auf meiner Lebenslandkarte. Düsseldorf, das durch den wunderbaren Rhein liebevoll umarmt wird, ist (auch) durch die Nähe zu meiner Geburtsstadt Bocholt zu meiner zweiten liebgewonnenen Heimatstadt geworden, in der ich seit 1987 lebe und arbeite.
Als Künstler, Komponist, Musiker, bin ich seit 1990 in Düsseldorf tätig.

1995 habe ich das H2eau Projekt ins Leben gerufen. Die Idee entstand in einer idyllischen Naturbadeanstalt in einem Naturschutzgebiet am Rhein. Das Millinger Meer (ein toter Rheinarm in der Nähe von Rees) war die Geburtsstätte des Projektes „H2EAU“. Im August 1995 organisierte ich eine Aufnahmesession am und im Millinger Meer. Untermalt von wunderbaren Naturgeräuschen (dem rauschen der Silberpappeln) wurde an 3 Tagen im August Wasserrhythmen aufgezeichnet. Meine frühen Erfahrungen mit Ton, also der Herstellung von Keramiken, hat mich dazu inspiriert, spezielle Instrumente (- Wasserinstrumente – Klangskulpturen) zu kreieren.
Die Keramik-Trommeln bzw. Percussion-Instrumente ähneln einer Udu. Die Instrumente werden teilweise mit Wasser befüllt. Der Klang ist einzigartig. Seit 1996 tritt das H2EAU PROJEKT live auf. 1997 wurden die Konzerte mit Gedichtvorträgen zum Thema Wasser von u.a. Heine, Goethe, Eichendorf erweitert. Nach erstklassiger Publikumsresonanz wurde bis März 1998 die Doppel CD Wasserpoesie produziert. Diese wurde 1998 während der Cebit in Hannover erstmalig präsentiert. EXPO 1998 in Lissabon – Wasserpoesie – „H2EAU PROJEKT“ im Deutschen Pavillon. Es folgen einige Konzerthighlights bis 2007. Technisch war es immer sehr aufwendig, mit konventionellen Mikrofonen die Wasserklänge ausreichend laut und brillant zu Gehör zu bringen. Nachstehend die außergewöhnlichsten Stationen:
- 1996: Jürgen von der Lippe ARD/WDR, Köln
- 1998: Cebit, Hannover
- 1998: EXPO Lissabon, H2eau Musik wurde im Deutschen Pavillon in Lissabon gespielt
- 1999: Willibrordi-Dom, Wesel
- 2002: Historisches Rathaus Bocholt
- 2003: Liquidrom Therme, Berlin
- 2007: Kaiserbad Münster-Therme, Düsseldorf
2007 wurde das H2eau Projekt mit dem Rock & Pop Preis als beste Trance und Experimental Band ausgezeichnet.
Im September 2010 hatte ich auf der IBC in Amsterdam eine denkwürdige Begegnung mit Timo Klinge. Toningenieur und Entwickler (und Austeller auf der IBC) bei Ambient Recording. Die von ihm entwickelten Hydrophone (Unterwassermikrofone) sah und hörte ich dort zum ersten Mal und war begeistert. Nachdem ich Timo Klinge mein H2eau Projekt vorstellte und ihm meine Idee, meine Intension zum Einsatz der Hydrophone erklärte – nämlich mit Hilfe von Hydrophonen zu musizieren – folgte seine Einladung zur Tonmeistertagung 2010 nach Leipzig. Hier habe ich zum ersten Mal mit den Hydrophonen musiziert. Es folgten diverse größere und kleinere Auftritte im In- und Ausland. Hier ein kleiner Ausschnitt:
- 2010: Tonmeistertagung, Leipzig
- 2011: Bienale Wasser, Bad Breisig
- 2011 – 2013: Amsterdam IBC
- 2012: Tonmeistertagung, Köln
- 2012: Dubai Cabsat
- 2012: Boot, Düsseldorf für Ambient Recording
- 2013: EXTRASCHICHT, Konzert vor dem Aquarius Wassermuseum, Mülheim a. d. Ruhr
- 2013 Unicef Weltkindertag, musizieren mit und im Wasser, Düsseldorf
- 2013: Boot, Düsseldorf für Ambient Recording (www.ambient.de) und Artenschutzorganisation YaquPacha (www.yaqupacha.org)
- 2014: Boot, Düsseldorf für YaquPacha
- 2014: H2eau „Meermusik“ Benefizkonzert für YaquPacha 2014, Düsseldorf
- 2015: Boot, Düsseldorf für YaquPacha
- 2015: Boot, Düsseldorf Konzert für den Zoo Duisburg
- 2015: Jörg Masur Atelierkonzert – Duisburg (Rheinheart Konzert)
- 2015: WIU Fest, Düsseldorf Brunnenkonzert
- 2016: Boot, Düsseldorf für YaquPacha
- 2016: WIU Fest, Düsseldorf Brunnenkonzert
- 2017: Akki Düsseldorf, 05.02.2017 „Der unsichtbare Fisch“
- 2017: Galerie Töchter u. Söhne „Gleichstrom“ 05.09.2017
- 2017: Aquazoo Eröffnung Düsseldorf, 22.09. – 24.09.2017
- 2022 – 2023 Düsseldorfer KünstlerJahresaustellung
- 2018: Boot, Düsseldorf für die Deutsche Meeresstiftung – 2026
Meine Ausbildung zum Klangtherapeut hat mir sehr dabei geholfen die H2eau Waterdrum – bzw. meine Klangskulpturen weiter zu entwickeln. Zur Zeit arbeite ich an weiteren Klangskulpturen und Kompositionen.
